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INTERSSANTES FÜR ABITURIENTEN UND ABSOLVENTEN MIT FACHHOCHSCHULREIFE
Mit einer fundierten Ausbildung die Zukunft sichern!
Dies wollen immer mehr junge Frauen und Männer mit Abitur oder Fachhochschulreife und entscheiden sich daher anstelle eines Studiums erst einmal für eine duale Ausbildung.
Ihr Anteil steigt kontinuierlich und ist nicht nur auf die „klassischen“ Berufe im kaufmännischen Bereich wie Bank- oder Versicherungskaufmann/-frau beschränkt. Gerade die neuen IT-Berufe, aber auch viele Berufe aus dem gewerblich-technischen Bereich, sind eine gute Basis für den Start ins Berufsleben nach dem Motto „Karriere mit Lehre“. Auch im gewerblich-technischen Bereich wächst der Anteil der Kandidaten mit Fachhochschulreife.
Abiturienten und Absolventen mit Fachhochschulreife sind vor allem in folgenden Ausbildungsberufen zu finden.
| Gewerblich-technische Berufe | Anteil in % |
| Biologielaborant(in) | 66,6 |
| Fachinformatiker(in) | 58,4 |
| Mediengestalter(in) Digital- und Printmedien | 57,6 |
| Bauzeichner(in) | 49,0 |
| Mediengestalter(in) Bild und Ton | 71,4 |
| Industriemechaniker(in) (Maschinenbau) | 44,2 |
| Kaufmännische Berufe | Anteil in % |
| Bankkaufmann/-frau | 97,5 |
| Werbekaufmann/-frau | 89,5 |
| Informatikkaufmann/-frau | 68,0 |
| Industriekaufmann/-frau | 78,6 |
| Versicherungskaufmann/-frau | 80,4 |
| IT-Systemkaufmann/-frau | 78,1 |
| Kaufmann/-frau in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft | 66,6 |
Neben der „normalen“ dualen Ausbildung, d.h. der Ausbildung im Betrieb und der Berufsschule gibt es noch eine Reihe anderer interessanter Alternativen:
Studieren an der Akademie der Saarwirtschaft (staatlich anerkannte Berufsakademie):
Das Studium an der Berufsakademie ist geprägt durch eine enge Verzahnung von Theorie und Praxis. Der Studierende schließt einen Ausbildungs- und Studienvertrag über drei Jahre mit einem anerkannten Ausbildungsbetrieb ab. Die praktische Ausbildung erfolgt im Betrieb, die Vermittlung theoretischen Wissens in Unterrichtsblöcken an der ASW. Die Ausbildung erfolgt wirtschaftlich und hat den Vorteil, dass den Studierenden nach ihrem Abschluss der „Praxisschock“ – wie häufig andere Hochschulabgänger erfahren müssen – erspart bleibt.
Die ASW bietet drei Studienlehrgänge an:
- Betriebswirtschaftslehre in den Fachrichtungen Handel und Industrie mit dem Abschluss „Diplom Betriebswirt(in)“ (BA-Saarland)
- Wirtschaftsinformatik in den Fachrichtungen Handel, Industrie und E-Business mit dem Abschluss „Diplom Wirtschaftsinformatiker(in)“ (BA-Saarland)
- Neu: Maschinenbau mit dem Abschluss „Diplom Ingenieur“ (BA-Saarland)
Weitere Informationen erteilt die
Akademie der Saarwirtschaft
Kohlenstraße 13
66386 St. Ingbert
Telefon: +49 6894 386284
E-Mail: asw-ba(at)t-online.de
Das Abiturientenmodell für kaufmännische Auszubildende:
Seit 1997 gibt es das „Abiturientenmodell“, ein Angebot an Auszubildende mit Allgemeiner Hochschulreife bzw. Fachhochschulreife, das den unterschiedlichen schulischen Vorkenntnissen Rechnung trägt. Ursprünglich als Modellversuch vom Ministerium für Bildung, Kultur und Wissenschaft in Abstimmung mit der Industrie- und Handelskammer in den Ausbildungsberufen Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandel und Bankkaufmann/-frau eingeführt, ist es mittlerweile auf folgende Ausbildungsberufe mit starkem Abiturientenanteil erweitert worden:
- Versicherungskaufmann/-frau, Industriekaufmann/-frau
- Bürokaufmann/-frau
- Kaufmann/-frau für Bürokommunikation
- Kaufmann/-frau im Einzelhandel
Vorgesehen ist eine Ausweitung dieses Modells auf alle gängigen kaufmännischen Ausbildungsberufe.
Kern dieses Modells ist eine Reduzierung der allgemeinbildenden Unterrichtsfächer ab der Fachstufe I zugunsten einer erweiterten Fachkompetenz. Die Lerninhalte sollen um eine Fremdsprache (Englisch oder Französisch), Arbeitsmethodik und berufsspezifische Zusatzkenntnisse erweitert werden. Dabei wird die Stundentafel um eine auf dreizehn Stunden erhöht. Das Abiturientenmodell ist freiwillig und bedarf der Zustimmung des Ausbildungsbetriebs, wobei die Fremdsprache fakultativ in Englisch oder Französisch angeboten wird.
Ein Angebot in beiden Sprachen ist nur bei entsprechend ausreichender Resonanz der Auszubildenden durch die Schule aufrecht zu halten. Darüber hinaus haben die Teilnehmer am Abiturientenmodell die Möglichkeit, im Rahmen der Ausbildungsabschlußprüfung freiwillig an einer IHK-Prüfung „Zusatzqualifikation Fremdsprache“ teilzunehmen.
Auskünfte erteilen:
Frau Meiser, Tel.: +49 681 95 207 45, E-Mail: Marianne.Meiser@saarland.ihk.de
Herr Nagel, Tel.: +49 681 95 207 00, E-Mail: Peter.Nagel@saarland.ihk.de.
Das Abiturientenmodell für Industriemechaniker in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Wirtschaft und Technik:
Nach Erwerb der Fachhochschulreife bzw. des Abiturs schließt der Absolvent mit dem Unternehmen einen Ausbildungsvertrag zum „Industriemechaniker“ ab. Die Beschulung erfolgt nach einem speziell abgestimmten Stundenplan in einer gesonderten Klasse am TGBBZ Sulzbach in Kooperation mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft.
Neben berufsspezifischen Kenntnissen wird anstelle von Deutsch, Wirtschafts- und Sozialkunde sowie Sport dem Auszubildenden weiterführendes Wissen vermittelt. Sofern er die entsprechenden Prüfungen ablegt und besteht, hat er damit die Grundlagenscheine für ein Ingenieurstudium an der HTW erworben.
Entschließt sich der Auszubildende nach Ablegen der Abschlußprüfung für ein Studium an der Hochschule für Technik und Wirtschaft, können die erbrachten Vorleistungen vollständig angerechnet werden.
Für weitere und vertiefende Informationen über dieses Abiturientenmodell stehen Ihnen die folgenden Ansprechpartner der IHK Saarland zur Verfügung:
Herr Nagel, Tel.: +49 681 95 207 00, E-Mail: Peter.Nagel@saarland.ihk.de
Herr Lauer, Tel.: +49 681 95 207 27, E-Mail: Mathias.Lauer@saarland.ihk.de



